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WhatsApp, persönliche Daten und Privatsphäre


Artikel-Trilogie zur Datenerfassung und Datensicherheit bei der Nutzung von Messengern am Beispiel von WhatsApp

Wie umfangreich Daten tatsächlich durch den Softwareanbieter erhoben, verarbeitet und weitergegeben werden, ist für die Anwender kaum einzuschätzen. Fest steht, dass der Umgang damit den Konzern Facebook Inc. in kürzester Zeit zu einem der mächtigsten der Welt aufsteigen ließ. Diesem Erfolg liegt vordergründig das uralte Tauschprinzip zu Grunde.

Meine Daten sollen so wertvoll sein?

Der Wert der Daten entsteht durch deren systematische Erfassung und Analyse unter Einsatz von künstlicher Intelligenz, wodurch am Ende verkettete, digitale Identitäten erschaffen werden. Diese lassen sich gut als „digitale Zwillinge“ der real existierenden Nutzer begreifen und bieten ein geradezu unendliches Vermarktungspotential, dessen Gegenwert den Wert der Softwarenutzung um ein vielfaches übersteigt.

Der wahre Preis, den Nutzer zahlen, besteht also in der freiwilligen, weitreichenden Aufgabe ihrer Privatsphäre und ihrer Anonymität. Aus ökonomischer Sicht betrachtet, schenken Nutzer dem Konzern also unbegrenzt Kapital. Im Gegenzug erhalten sie das – vom Anbieter gegebenenfalls einseitig aufkündbare – Nutzungsrecht an einer Software. Auf Augenhöhe erfolgt dieses Tauschgeschäft nicht…

Was soll’s? Ich hab doch nichts zu verbergen!

Ein oft bemühter Ausspruch in diesem Zusammenhang – schnell daher gesagt und dennoch falsch. Was sind denn „unsere Daten“, die wir so bereitwillig verschenken? Es handelt sich konkret um umfangreiche Adressbücher, Bilder, Filme, Audio-Nachrichten und Musik, Standort- und Bewegungsdaten, Gesundheitsdaten, Suchanfragen, persönliche Interessen und viele weitere.

Spätestens beim Adressbuch und bei den Kommunikationsdaten wird klar, dass es sich gar nicht nur um unsere eigenen, sondern in hohem Umfang um die Daten anderer Personen handelt – die wir munter und ohne deren Zustimmung verschenken.

Aber meine Familie und meine Freunde – alle sind doch auf WhatsApp…

Ja, genau – und der soziale Druck, an der Nutzung der App festzuhalten, steigt mit der Dauer der Nutzung und ihrer Verbreitung. Dieser Mechanismus ist ein klar kalkulierter, fester Bestandteil der Produkt- und Vermarktungspolitik des Softwareanbieters.

Viele Gründe also, die Nutzung der App zu überdenken und den Wechsel auf einen alternativen Messenger in Betracht zu ziehen.

Für alle privaten Nutzer, die dennoch an der Nutzung von WhatsApp festhalten wollen, haben wir hier einige Tipps zur Konfiguration der App zusammengetragen, mit denen Sie zumindest Ihre eigene Privatsphäre besser schützen:


Teil 1: WhatsApp, persönliche Daten und Privatsphäre

Teil 2: Geschäftliche Nutzung von WhatsApp

Teil 3: Privatnutzung von WhatsApp – Einstellungen zur Privatsphäre

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